Algerische Gesellschaft in Deutschland e.V. - algid



 



Hier werden wir versuchen Euch interessante historische Schnittstellen zwischen Algerien und Deutschland zu präsentieren. Vielleicht lassen sich sogar einige geschichtliche "Kostbarkeiten" ausfindig machen, die aus einer Zeit stammen, die weit vor der Existenze der Staatengebilde Algerien und Deutschland angesiedelt ist.

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 Diese Dokumentation hat zwar nichts mit Algerien und Deutschland zu tun, aber mit Afrika bzw. Nord-Afrika und dem Rest der Welt.
Annissa Kahla

Dienstag, 24. Juni 2008 ab 21.00 Uhr, Wiederholung am 3. Juli ab 10.00 Uhr

Menschenhandel - Ein weltweites Verbrechen
Themenabend

ARTE

Es ist kaum zu glauben, aber weil sie die ganze, ungekürzte und umfassende Geschichte der Sklaverei aufrollen und erzählen wollten, wurden französische Historiker vor kurzem an den Pranger gestellt. Doch die Fakten lassen sich nicht einfach von der Hand weisen und wegdiskutieren. Tatsächlich war der innerafrikanische Handel mit Menschen mindestens ebenso verbreitet wie der von den Europäern organisierte Sklavenhandel von Afrika in überseeische Kolonien. Jahrhunderte lang wurden Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient verkauft. Die Sklaverei ist eine zähe Tradition, die sich beispielsweise in Mauretanien bis heute gehalten hat.
Der Themenabend will die grausame Tatsache des Sklavenhandels, den die Europäer nach Amerika organisierten, nicht relativieren. Aber er will auch andere, "tabuisierte" Formen des Menschenhandels und der Sklaverei benennen. Neben einer Dokumentation über die Jahrtausende alte Tradition der Sklaverei in Mauretanien ist ein Beitrag über den noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts betriebenen innerafrikanischen Menschenhandel zu sehen. Den Abschluss des Themenabends bildet eine Gesprächsrunde, moderiert von Daniel Leconte.

Um 21.00 Uhr
Die letzten Sklaven
Dokumentation von Sophie Jeaneau und Anna Kwak
ARTE France, Frankreich 2008, 45 Min.
Wiederholung am 3. Juli um 10.00 Uhr

© Arte France
Die Islamische Republik Mauretanien, im August 2007: Der neue Präsident der Republik, Sidi Mohamed Ould Cheikh Abdallahi, verabschiedet ein Gesetz, das Sklaverei unter Strafe stellt. Bereits zum vierten Mal wird in Mauretanien offiziell die Haltung von Sklaven "abgeschafft". Daraus lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass die Sklaverei in diesem Land der Sahelzone zwischen Maghreb und Schwarzafrika bis vor knapp einem Jahr noch toleriert wurde.
In Mauretanien gehört die Sklaverei zum System. Eine Jahrtausende alte Tradition will, dass jeder Mensch hier als "Herr" oder "Sklave" zur Welt kommt. Weder Gesetz noch Staat konnten diesen Brauch bisher unterbinden. Die Sklaven gehören zu Haus und Gut ihres Herrn. Sie erledigen die niedrigen Arbeiten, während ihre «Herren» Schöngeister, Geschäftsleute, Beamte und Intellektuelle sind. Auf diesem althergebrachten System baut die gesamte mauretanische Gesellschaft auf, sowohl in der "maurischen", Arabisch sprechenden als auch in der schwarzafrikanischen Gemeinschaft. Um einen Aufstand der Sklaven zu vermeiden, werden diese von ihren Sklavenhaltern mit religiösen Argumenten eingeschüchtert: Wer fliehe, komme in die Hölle.
Biram, Boubacar, Aminetou, Mohammed Lémine und Messaoud stammen aus beiden Lagern, Sklaven und «Herren». Sie haben jetzt den Mut aufgebracht, sich dem System zu verweigern. Ihr Ziel besteht darin, das Land von der Geißel der Sklaverei zu befreien. Auf ihnen ruht die Hoffnung, dass in Mauretanien die Sklaverei bald tatsächlich der Vergangenheit angehört.

Um 21.45 Uhr
Sklaven für den Orient
Dokumentation von Antoine Vitkine
ARTE France, Frankreich 2008, 45 Min.
Wiederholung am 3. Juli um 10.45 Uhr

© Arte France
Jeder weiß Bescheid über den von den Europäern organisierten Sklavenhandel von Afrika nach Amerika und über die elf Millionen Afrikaner, die unter schlimmsten Bedingungen wie Vieh auf Sklavenschiffen verfrachtet wurden. Dieser Menschenhandel ist heute Gegenstand einer aktiven Vergangenheitsbewältigung. Weniger bekannt ist jedoch der Verkauf von Sklaven aus Schwarzafrika in den Orient und in die arabisch-muslimische Welt. Schätzungen zufolge wurden im Laufe von 14 Jahrhunderten insgesamt 17 Millionen Afrikaner als Sklaven in muslimische Länder verkauft.
Außerdem befasst sich die Dokumentation mit dem der Öffentlichkeit noch weniger bekannten innerafrikanischen Menschenhandel, den afrikanische Königreiche Jahrhunderte lang betrieben - lange bevor die Europäer die afrikanischen Küsten für sich entdeckten. Ferner veranschaulicht die Dokumentation durch bisher unveröffentlichte Fotos, dass der Sklavenhandel in der muslimischen Welt und Schwarzafrika bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weiterblühte.
Wie wurden die Sklaven gefangen genommen? Welche Arbeiten mussten sie verrichten? Diese und andere Fragen beantworten die Experten Salah Trabelsi, Ibrahima Thioub, Henri Medard und Mohamed Ennaji. Die arabischen und afrikanischen Historiker erläutern, warum die Geschichte des Sklavenhandels in der afrikanischen und muslimischen wie in der westlichen Welt ein heikles Thema ist und bleibt. Dahinter stehen diverse Ängste: Angst davor, den Sklavenhandel nach Amerika zu banalisieren, Rachegedanken zu schüren und des Rassismus oder der Kolonisierung beschuldigt zu werden - alles Gründe, die einer Vergangenheitsbewältigung heute noch im Wege stehen.

 

Auszug aus dradio. de vom 18.02.2008 

138 Stunden Kolonialgeschichte

Bereitschaft zum Dialog auf Augenhöhe von Kersten Knipp

Das "Institut national de l'audiovisuel" hat dem algerischen Fernsehen Kopien von insgesamt 1862 Ton- und Filmaufnahmen aus der Zeit von 1940 bis 1962 überlassen. "Algérie, une mémoire restituée", "Algerien, eine wiederhergestellte Erinnerung", heißt die Sammlung, eine gewaltige Dokumentation der Geschichte des Maghrebstaates.
 

kompletten Artikel hier lesen

 

Algerien als beliebtes Reiseziel  

Dieser kurze Auszug belegt, dass die Vorfahren des Deutschen Volkes schon sehr früh Algerien als Reiseziel zu schätzen verstanden haben :

Die Vandalen, die wahrscheinlich aus den Regionen in der Nähe der Elbmündung Region stammen, hatten sich in Schlesien niedergelassen. Von dort aus durchquerten sie südwestwärts das Territorium, das den heutigen Osten Deutschlands darstellt, besetzten Gallien im Jahre 406 und landeten nach der Überquerung der Meerenge von Gibraltar in Nordafrika.

 In Algerien blieben sie über ein Jahrhundert (429-533).


Die ersten Berichte über die Geschichte der Vandalen in Algerien wurden von Zeitzeugen verfasst, die entweder Opfer oder Feinde der Eindringlinge waren, und in ihren Erinnerungen nur deren Grausamkeit und Zerstörungswut hervorhoben. (Quelle: Dabei handelt es sich um Procope de Césarée, Sekretär von Bélisaire, byzantinischer General, der der Vandalenbesatzung in Algerien ein Ende setzte, und um Victor de Vita, Bischof in Byzacen, der Name, der Südtunesien unter dem römischen Kaiserreich verliehen wurde. Der Bericht von Procope trägt den Titel Bellum Vandalorum und der von Victor de Vita Historia persecutionis Africanae provinciae. S. Charles André Julien, Histoire de l’Afrique du Nord, des origines à 1830, Payot Paris, 1951.)


Quelle: DOC.:Algerien und die germanische Welt im Laufe der Jahrhunderte

 Aber auch Algerier reisten früher schon gern und stattent ihren Freunden ( in diesem Fall den Isländern ) hin und wieder Höflichkeitsbesuche ab, wie aus dem folgenden Auszug aus www.vereinsring-hoechst.de zu entnehmen ist.

Demgegenüber waren die Überfälle von Sklavenhändlern fast schon das kleinere Übel. 1627 überfielen algerische Piraten die Westmännerinseln und raubten 300 Frauen und Männer. Nur etwa ein Drittel konnte später freigekauft werden...

So sah Deutschland  Algerien um die 1890  

                                Algerien ... Geschichte

A. ist das alte Numidien. In der römischen Zeit bildete nur der östliche Teil die Provinz Numidien, der westliche Teil gehörte zur Provinz Mauretanien. Das Land befand sich damals im blühendsten Zustande und hatte viele volkreiche Städte, allein 123 Bischofssitze. Aber durch die verwüstenden Einfälle erst der Vandalen, dann der Araber wurde diese Kultur zerstört; die zum Islam übergetretenen Berber wurden die herrschaden Einwohner. Um 935 gründete der arabische Fürst DSCHÊSAIR, das jetzige Algier. Seine Nachkommen herrschten im Lande bis 1148, nach ihnen bis 1269 die Almohaden von Marokko. Dann zerfiel das Land in mehrere Gebiete. Zu den bedeutendsten, dem Königreich Tlemsen unter den Zizaniden, gehörte Algier. Seit dem 15. Jahrh. begannen die Küstenbewohner Seerüuberei zu treiben. Schon FERDINAND der Katholische zog gegen sie, nahm 1509 Oran und Bugia und 1510 die Stadt Algier selbst, wo er vor dem Gafen ein Kastell errichtete. Da rief der Emir der Mitidscha, SELIM EUTEMI, dem türkischen Piratenhäuptling HORUT BARBAROSSA gegen die Spanier zu Hilfe, der 1515 in A landete und sich nach Ermordung SELIMs zum Herrscher von A. machte, auch die Sultane von Tenes und Tlemsen ihrer Gebiete beraubte. Nach seinem Tode (1518) erhoben die algerischen Korsaren seinen Bruder CHAIREDDIN BARBAROSSA zum Sultan, der sich 1519 unter die Lehnshoheit der Porte stellte und türkische Hilfstruppen erhielt, mit denen er die Spanier aus ihrem Inselhort vertrieb. CHAIREDDIN eroberte auch Tunis und wurde mit seinen Piratenschiffen der Schrecken der Christen im Mittelmeer. Kaiser KARL V. unternahm 1541 eine große Expedition gegen A. und landete 20. Okt. mit 370 Schiffen und 30,000 Mann, mußte aber, nachdem furchtbares Unwetter sein Lager und viele Schiffe zerstört hatte, unter schweren Verlusten abziehen. So dauerten die Raubzüge der algerischen Korsaren im Mittelmeer fort. Dieselben erweiterten ihre Macht auch zu Lande und eroberten im 16. Jahrh. alles Gebiet bis zur Grenze von Marokko, außer dem spanischen Oran. Innere Kämpfe entstanden, seitdem die türkischen Janitscharen in A. 1600 das Recht erhalten hatten, einen Dei als Befehlshaber zu wählen, der neben dem Pascha des Sultans stehen sollte. Mehrere Angriffe der Engländer und Holländer auf A. (1655, 1669 und 1670) blieben erfolglos; ebensowenig vermochten die Franzosen durch drei Bombardements Algiers (1682, 1683 und 1687) die Unterdrückung der Seeräuberei zu erreichen. Der Dei IBRAHIM eroberte 1708 auch Oran. Dessen Nachfolger BABA ALI machte sich von der Pforte thatsächlich unabhängig und entrichtete keinen Tribut mehr nach Konstantinopel. A. bildete seitdem einen Soldatenstaat unter dem von den Janitscharen gewählten Dei, dem ein Diwan oder Staatsrat von 60 Beamten zur Seite stand. Nachdem die Spanier 1775 ihre letzte vergebliche Expedition gegen A. unternommen und das 1732 von neuem eroberte Oran 1791 wieder verloren hatten, konnte das algerische Raubnest den christlichen Mächten Trotz bieten und sich die schwächern tributär machen. Erst nach den Stürmen der Revolutionskriege schritt man ein. Der amerikanische Kommodore DECATUR schlug 20. Juni 1815 bei Cartagena die algerische Flotte und erzang die Unverletzlichkeit der Unionsflagge. Als darauf der Dei 23. Mai 1816 die Mannschaft von 359 italienischen Schiffen, welche für Geld die Erlaubnis zum Korallenfischen erlangt hatten und unter britischer Flagge in Bone lagen, hatte überfallen und niedermetzeln lassen, bombardierte eine englisch-niederländische Flotte unter General EXMOUTH Algier und erzwang 28. Aug. die Freilassung von 1211 Christensklaven sowie das Versprechen, von der Seeräuberei abzulassen. Aber schon 1817 wagten sich algerische Seeräuber wieder bis in die Nordsee und nahmen Schiffe der Mächte weg, welche ihnen weder Tribut noch Geschenke bewilligt hatten. So zahlte noch 1829 das Königreich beider Sizilien jährlich 24,000 Piaster Tribut, und zu ähnlichem hatten sich Portugal, Toscana, Sardinien, Schweden und Dänemark verstehen müssen; selbst England bequemte sich bei jedem Konsulwechsel, ein Geshcenk von 600 Pfd. Sterl. zu machen. Auch Hannover und Bremen zahlten ansehlnliche Gratifikationen. Die gefangenen Seeleute und Passagiere verfielen der Sklaverei, und alle Vorstellungen der christlichen Mächte blieben unbeachtet.

Wiederholte Verletzungen der französischen Flagge und 1823 die der Wohnung des französischen Konsulagenten hatten schon die französische Regierung gegen den Dei HUSEIN (seit 1818) gereizt, als dieser von Frankreich eine hohe Summe für Getreide, welches algerische Juden 1798 während der ägyptischen Expedition geliefert hätten, forderte. Sein hierauf bezüglicher Brief an den König von Frankreich blieb ohne Antwort... [Und dieser Konflikt eskalierte so, daß schließlich Frankreich Algerien eroberte und kolonialisierte, N.S.]

Meyers Konversations-Lexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens.
Fünfte, gänzlich neubearbeitete Auflage...
Erster Band. A bis Aslang
Leipzig und Wien. Bibliographisches Institut 1893
S. 372 f

 Chronolgische Aufbereitung der Geschichte Algeriens

Unter diesem Link findet Ihr eine kompakte Zusammenfassung der Geschichte von Algerien

Geschichte Algeriens...... hier klicken

 

 

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Beitrag von A.M. B. vom 28.12.2008

Hallo liebe Algider,

ich stöbere gerne auf Flohmärkten nach alten Büchern.Das ein oder andere Mal war mir das Glück auch holde und ich bin auf ein " nettes" Büchlein gestoßen.

"SEEKRIEGSZUG GEGEN ALGIER "

vom Lempp Verlag 1971 herausgegeben.

 Das Buch beinhaltet die Tagebuchnotizen eines 15-jährigen Malteser-Ritters, der 1784 an einem 6-monatigen Seezug der Spanier gegen Algier teilnahm.

Dieser Ritter mit Namen Joseph Maria von Rechberg stammte aus Schwaben.

 

Hier ein kurzer Auszug aus diesem Tagebuch:

 

 „… Am 15. Juli griffen die Algerier bereits um halb sieben Uhr früh an und feuerten schon eine halbe Stunde, ehe Don Antonio Parcello das Zeichen zum Gegenangriff gab. Auch die allerheftigste Kanonade der Spanier konnte die Feinde ( Algerier ) nicht einen Zoll zum Wenden bringen. Die Bombardier-Schiffe wurden, nachdem sie ihre Munition verschossen hatten, von den Algeriern scharf verfolgt, wobei der Gegner sogar das Feuer von unseren Kriegsschiffen nicht fürchtete. Um viertel vor acht Uhr abends war der Rückzug bereits im Gang, als der kommandierende General endlich den Befehl dazu erteilte…“

 

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Dieser Auszug wurde der Seite von Kurt Stübers online library. entnommen
Die Datei wurde erstellt am 25. Juni 2002 von
Kurt Stueber.

Ernst Haeckel : Algerische Erinnerungen 1890

Algerien gehört nach seiner ganzen physischen Natur und Geschichte zu Europa, nicht zu Afrika; das beweist sowohl seine geologische Zusammensetzung und Entwicklung wie seine ursprüngliche Tier- und Pflanzenbevölkerung. Mit diesem Satz sollte jede Beschreibung Algeriens beginnen. Er wird zwar manchem Leser sehr befremdend erscheinen, ist aber nichtsdestoweniger wahr und durch die neuren geologischen und chorologischen Forschungen sicher begründet. Das eigentliche Afrika, ein selbständiges uraltes Tafelland, beginnt erst jenseits des Atlas, mit der Sahara. Die Zwergpalme (Chamaerops humilis) ist die einzige Palme, welche heutzutage noch in Europa wild wächst. Sie findet sich in großen Mengen im westlichen Sizilien, an vielen Punkten der Westküste Italiens (besonders an vorspringenden Kalkfelsen der Küste, zum Beispiel den Vorgebirgen Circello und Argentaro) und ferner an der Ostküste Spaniens. Dieselbe Art kommt außerdem nur noch im nordwestlichen Afrika vor, vorzugsweise in Marokko und dem westlichen Algerien. Über Tunis geht die Zwergpalme nach Osten nicht hinaus. Sie fehlt im östlichen Mittelmeerbecken ganz. Ihr Verbreitungsbezirk ist also ausschließlich auf das westliche Becken beschränkt.

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Die nachfolgenden Zeilen wurden folgender Web-side entnommen : 

http://www.erika-fehse.de/content/kritiken/k_mustapha.php

Pressetext: Filme aus Hamburg

Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Si Mustapha alias Winfried Müller, der in den fünfziger Jahren mit Enthüllungen aus dem Algerienkrieg in der deutschen Presse für Aufsehen sorgte. In Rückblenden wird die Vergangenheit des geheimnisvollen Deutschen aufgerollt, über den es viele Spekulationen gegeben hat. Sein Weg bleibt undurchsichtig: Zunächst ein monarchisch angehauchter Jugendlicher, dann Stalinist, der in der Sowjetunion in psychologischer Kriegsführung ausgebildet wird, entwickelt sich Müller zum Aktivisten, der sich in Geheimdienstkreisen verstrickt. 1954 beginnt er für die algerische Befreiungsarmee unter dem Namen "Si Mustapha" zu arbeiten: Als Leiter des Rückführungsdienstes für geflüchtete, vor allem deutsche Soldaten der französischen Fremdenlegion. Ein Heimatloser der Nachkriegszeit, der sich fern von Deutschland eine neue Heimat sucht. Neben Si Mustapha und seinen Helfern kommen zwei ehemalige Legionäre zu Wort, die ihre Erlebnisse im Algerienkrieg schildern. In der Montage aus dokumentarischem Filmmaterial, gespielten Szenen und Erzählungen entwickelt sich ein spannendes Bild einer fast in Vergessenheit geratenen deutsch- algerischen Geschichte.

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